Rezension „Terror im Islam?“ von Andrea Mohamed Hamroune


B.R.R.

Terror im Islam

Vor kurzem habe ich ein neues Buch bekommen. „Terror im Islam?“. Das ist kein Buch, was man mal so nebenbei liest, der Inhalt ist schwer verdaulich.

Das Thema an sich ist ja kein Thema, worüber man mal so beim Kaffee oder Tee spricht. Es bedarf deutlicher Worte und auch Taten. Wer mich kennt, weiß, dass ich Terror niemals beipflichten könnte. Mit der Autorin verhält es sich ebenso.

Das Cover schaut erstmal im Comic-Style lustig aus. So wie ich es einschätzen kann, möchte die Autorin nichts verharmlosen – sondern dadurch Aufmerksamkeit erregen. Ich finde, das ist ihr ganz gut gelungen.

Mit viel Wissen und in einem schönen Erzähl-Stil zeigt sie gekonnt die Zusammenhänge auf, was alles mit dem „islamischen“ Terror zu tun hat, warum Islam als terroristische Religion ausgelegt wird und warum der Islam dadurch bekämpft wird.

Interessant sind ihre Gedankengänge zu den Verboten im Islam und zu Weihnachten. Alles gute Beispiele dafür, dass es nur ums Geld geht. Wer sich da nicht mitreißen lässt, lebt einfach nicht. Und gehört nicht in die Gesellschaft. Der „Konsumismus“ ist der kleine Bruder des Kapitalismus.

Hier mal ein interessanter Auszug, worum es laut der Autorin wirklich geht:

In Deutschland kann man nur Geld verdienen mit Islamisten, Salafisten, Hasspredigern und Quranverteilungsstop, Moscheeschließungen, Terror im Namen des Islams und dem IS. Immer wenn man darüber schreibt und es in allen Zeitungen breit tritt, dann wird zugehört und sich aufgeregt. Alles wird hoch geschaukelt bis zum geht nicht mehr und auch wirklich jeder Bürger Hass verspürt, sobald er einen Muslim sieht.

Und weiter – und das finde ich sehr wichtig:

Ich will keinen Terror. Ich brauche weder Terroristen, die sich hinter dem Islam verstecken und genau wie die bezahlten Soldaten töten. Ich brauche auch keine Journalisten, die sich auf alles, was nach Terror aussieht, stürzen und es ausnutzen, um Leser oder Zuschauer zu gewinnen.

Dann erklärt die Autorin die Grundpfeiler des Islams, geht auch aufgrund der gemeinsamen Propheten auf die anderen Religionen ein. Sie bezieht klar Stellung zu dem, warum wir etwas tun dürfen und warum nicht. Und sie erklärt, warum Islamunterricht an Schulen besonders wichtig ist. Dass es aber auch schwer ist, dies umzusetzen und damit kommen wir wieder zu den oben genannten Themen und so schließt sich der Kreis.

Es ist ein aufwühlendes Buch, ein wachrüttelndes. Kein Roman und kein Märchen. Dementsprechend ist das Gefühl, wenn man auf der letzten Seite anlangt.

Aber jeder sollte sich sein Bild von diesem Thema machen. Dieses Buch ist ein guter Anfang dafür. Möge es die gewünschten Früchte tragen.

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2 Antworten zu “Rezension „Terror im Islam?“ von Andrea Mohamed Hamroune

  1. In dem Buch „Terror im Islam“ begegnen wir einer Frau, die sich den Klischees im Land der Deutschen widersetzt. Wir begegnen einer Autorin, die versucht, ihren Glauben zu verteidigen. Es ist eine Verteidigung, die sie unternehmen muss, da sonst die eingefahrenen Vorurteile dem Geist ihres Glaubens widersprechen und auch ihrem Glauben schaden. Es findet eine Verteidigung statt, die dem Geist des Kampfes entspricht. Doch kämpft diese Autorin nicht mit der Waffe, sondern allein mit einem Blatt und einem Stift. Sie zieht in den Krieg für ihren Glauben, allein mit nur einem Stift. Sie will einiges klarstellen, einiges korrigieren und einiges aufklären.

    Es ist ein Kampf, den alle nur begrüßen können. Sie glaubt nicht an die Macht der Waffe, sondern an die Macht der Stifte und an die Macht der Worte. Sie ist eine Kämpferin und wird ihren Krieg gewonnen haben, wenn sie es schafft, auch nur einen einzigen Vorurteil im Land der Deutschen gegen ihren Glauben abzubauen.

    Erdinc Aydin

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