Dein persönlicher Weg

B.R.R.

SoulMe repräsentiert keine reine Dating-App, sondern vielmehr eine generelle Plattform rund ums Kennenlernen. Seien es neue Freunde zum Plaudern und Kaffee trinken gehen, Personen die die selbe Leidenschaft für ein gemeinsames Hobby teilen oder einfach nur nette Chat-Bekanntschaften, durch die transparenten Profile der Nutzer lassen sich ganz leicht Seelenverwandte im (näheren) Umkreis finden. #getsoul.me #soulme #kennenlernapp #freundefindenapp #freundschaftsapp #seelenverwandtefindenapp

Das Leben besteht aus einer Kette, deren wunderschöne Perlen aus Mut gemacht sind. Jeder Tag beinhaltet so viele Möglichkeiten zur Entscheidung, und auch wenn wir uns vor Entscheidungen drücken – und somit ja auch eine Entscheidung fällen – hat jede Entscheidung Auswirkungen auf unser Leben.

Mut bedeutet nicht, keine Angst und Unsicherheiten zu haben. Mut ist, die Ängste und Unsicherheiten, die in einem schlummern, zu überwinden und somit über sich hinauszuwachsen. Dann trifft man Entscheidungen für sich und wächst innerlich ein Stück mehr. Und steht mehr zu sich. Das ist das, worauf alles hinausläuft. Klar zu sich zu stehen, authentisch zu sein. Das ist für mich der wahrhaftige Mut.

Der Mensch will immer nur im Vertrauten fischen als sich in fremde Gewässer zu wagen. Der Weg zu den fremden Gewässern ist lang und teils auch beschwerlich. Die Reise zu sich selbst ist stets anstrengend und kostet Überwindung, weil die Seele zwar nach dem Höchsten strebt, doch unser Körper stets versucht, uns mit Angst zu manipulieren. Denn wenn wir auf unserem Weg losgehen, das Vertraute verlassen, wissen wir nicht, wo und ob wir ankommen. Doch ohne Mut gibt es keine Veränderung, denn wer schon immer dieselben Wege gegangen ist, bekommt auch immer dasselbe Ergebnis.

Wenn wir unsere Komfortzone das erste Mal verlassen, merken wir überraschenderweise, dass wir dem Leben nicht so hilflos gegenüberstehen wie wir immer gedacht haben. Wir erschaffen uns unsere innere Wirklichkeit selbst, die dann zur äußeren wird. Und so entscheiden wir uns, ob wir die Verantwortung für unser Leben und für uns selbst übernehmen. Die Wahl dazu haben wir jederzeit.

Das eigene Leben fängt wohl erst richtig an, wenn wir „nein“ sagen zu Menschen, zu Situationen, die uns mehr schaden als guttun. Denn das ist immer ein „ja“ zu uns selbst. Ja, das erfordert großen Mut. Denn wenn wir uns für uns selbst entscheiden, entscheiden wir uns gegen das, was uns nicht guttut.

Wenn wir uns transformieren wollen, also in eine bessere Version unseres Selbst umwandeln wollen, beginnen wir zu akzeptieren, dass unsere Vergangenheit mit all unseren Erfahrungen, Erlebnissen, Glaubenssätzen uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Und vor allem, dass es gut ist, wie wir heute sind. Und nun sind wir bereit unsere eigenen bewussten Entscheidungen zu treffen und das Leben zu führen, was wir uns wünschen zu führen. Mit all dem Glück, den positiven Momenten aber auch mit denen des Scheiterns.

Wie ich schon erwähnte, handeln wir dann plötzlich bewusst. Sind wir einmal auf dem Weg zu uns selbst, können wir nicht wieder in die alte Komfortzone zurückkehren. Denn die gibt es nun nicht mehr. Ab jetzt sind wir auf der Reise in unserer Inneres, welche das ganze Leben andauert. Ab jetzt finden wir immer neue Möglichkeiten, um uns weiterzuentwickeln und unsere Liebe und unser Licht in die Welt zu bringen. Das Schöne ist, wir haben all das schon in uns. Es wartet darauf, hervorzukommen uns uns unseren Weg zu weisen.

Dadurch beginnen wir auf einmal, einen anderen Blickwinkel auf alles zu haben, was unser Leben und unsere Seele enorm verändert. Ab jetzt empfinden wir alles viel intensiver. Bei mir hat es sich zum Beispiel angefühlt, als würde ich verliebt sein und fühlte 1000 Schmetterlinge im Bauch. Ich denke, es ist auch eine Art Verliebtheit: das Verliebtsein ins Leben. Wir haben den Blick auf das Detail genauso wie auf das große Ganze.

:) Schöne Worte. Die Liebe aus meinem und deinen Herz(unsere gemeinsame Liebe) verzaubert jeden Tag. DANKE DAIZO

Plötzlich erkennen wir, dass wir die ganze Zeit unserem Ego viel zu viel Raum gaben als es verdient. Das Ego will uns beschützen und darum will es uns von anderen trennen und Ängste schüren. Es hat sich all die schlechten Erfahrungen, die wir in unserem Leben bisher gemacht haben, gemerkt. Nun brauchen wir wieder den Mut, den ich oben beschrieben habe. Das Ego wird kleiner und schwächer, wenn wir ihm entgegen handeln. Wir entscheiden uns für die Liebe und Vergebung, auch wenn wir verletzt wurden, denn die Liebe und Vergebung dient in erster Linie uns selbst für unseren inneren Frieden.

Unsere Seele will nichts als lieben. Mit dieser Liebe erschaffen wir uns eine glücklichere Welt. In Liebe zu leben und Liebe in die Welt zu bringen, lässt uns nie mehr wirklich unglücklich sein. Liebe siegt über Hass und auch über das Ego. Liebe ist alles.

Natürlich können wir nicht immer in diesem wundervollen Zustand der Liebe sein. Es wird immer etwas geben, was uns trifft, und unsere Aufgabe ist es, statt anzugreifen in Liebe zu handeln. Das heißt jedoch nie, sich alles gefallen zu lassen und stillschweigend die Dinge zu dulden. Das dürfen wir nie. Für diesen Schritt benötigen wir auch wieder Mut, denn mit dem Mut können wir verändern, aufeinander zugehen, Frieden bringen.

Und somit leben wir unsere Wahrheit. Für jeden ist die Wahrheit etwas anderes, jeder hat einen einzigartigen Weg und ist einzigartig. Alles, was nicht zu uns gehört, lassen wir gehen. Wir brauchen es nicht. Auf diese Weise kann unsere Seele mit all ihrer Leidenschaft und ihrem inneren Feuer ihren Weg gehen. Gerade in diesem Moment hat sich für mich etwas ereignet, was in sha Allah der nächste Schritt werden kann. Wie es sich verwirklichen lässt, ist noch nicht sichtbar, aber dass es ein Schritt ist und dazugehört, spüre ich ganz genau.

Ich bin bereit, weiterzugehen. Auch bin ich vom Mut umhüllt, der dazugehört.

Du musst bereit sein, das Leben aufzugeben, das du gewohnt bist, um das Leben zu haben, von dem du immer geträumt hast.

Das trifft auf Menschen sowie auf Situationen und unerwarteten Ereignissen und Begegnungen zu, die uns spiegeln und uns an unsere Visionen und unser inneres Feuer erinnern. Gerade das ist mir heute passiert. Ich bin so dankbar dafür.

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Wie der Ramadan uns fühlen und verändern lässt

B.R.R.

Ich habe bemerkt, dass viele Menschen im Augenblick mehr an den Beiträgen zu Ramadan interessiert sind, was auch ganz verständlich ist. So habe ich mir vorgenommen, ein wenig mehr von dem zu erzählen, wie ich den Ramadan lebe und fühle.

Der Ramadan verändert mich unsagbar. Was vor Kurzem noch Bestand hatte, ist nun unwichtig geworden. Es sind neue Menschen in mein Leben getreten, andere sind dabei, sich zu verabschieden. Vor lauter Veränderung kann einem manchmal schwindlig werden, so als säße man auf einem Karrussel und es dreht sich schneller und schneller, je weiter die Fastentage voranziehen.

Annehmen und Loslassen. Annehmen und Loslassen. Darum dreht es sich immer wieder. Oft ist es leichter gesagt als getan. Dann muss man die Prüfung so lange wiederholen, bis man sie bestanden hat und sich der nächsten Aufgabe widmen darf.

Allein in diesen neun Tagen hat sich so viel verändert. Das Fasten ist ja nicht nur der Verzicht auf Essen und Trinken. Das Fasten ist hauptsächlich der Verzicht auf Beleidigungen, Grenzen überschreiten, sich zu bessern und sich zu erziehen. Demütig sein.

Ja, ich bin viel demütiger geworden. Und emotionaler. Denn die Gefühle kommen und da man sie nicht mit Essen kompensieren kann, brechen sie über mich herein wie riesige Meereswellen.

In den letzten Tagen tobte ein sehr großer Sturm in mir. Wenn mein Inneres laut wird, bin ich im Außen still. Bis die Gefühle hervorkommen und das ist oft im ungünstigsten Moment – z.B. auf der Arbeit oder beim Einkaufen. Gestern liefen die Tränen hinab, als ich auf dem Weg zum Einkaufen war. Ich spüre, ich bin Allah wieder viel näher als in der letzten Zeit. Dazu muss jedoch die Wand der Reue einbrechen. Was ganz von allein passiert, denn es ist unheimlich schmerzhaft, wenn man erkennt, wie viele Grenzen man überschritten und sich unislamisch verhalten hat, was man nie beabsichtigt und doch getan hat, ohne auf die Konsequenzen zu achten.

Die Seele erkennt hier, dass nicht sie es ist, die hier zu sagen hat, sondern sie ist abhängig vom Schöpfer und fügt sich demütig in die Ergebenheit ihres Herrn und will sich von nun an bessern. Ob Allah ihr vergeben hat oder nicht, das kann sie nicht wissen. Aber man kann es fühlen, wenn man sich die nächsten Tage betrachtet. Im Allgemeinen ist es so, wenn Allah einem wohlgesonnen ist, weitet Er den Islam für einen Menschen und je intensiver dieser Mensch den Islam lebt, desto besser fühlt er sich dann.

In dieser Zeit stecke ich gerade. Alhamdulillah. Alhamdulillah. Alhamdulillah. Der Ramadan ist einfach die Zeit der Veränderung. Ja, der Schmerz überwältigt einen, aber es ist ein Segen, es ist ein Geschenk für uns, wenn wir wahrhaftig alles fühlen und bereuen. Oh ja, und wie ich bereue. Oh Allah, du bist der Allvergebende, du liebst die Vergebung, so vergib mir.

Jeder Mensch auf dieser Welt ist ein Sünder, doch die besten Menschen sind diejenigen, die bereuen. Diese Reue richtig zu empfinden, gelingt am besten wenn der Magen leer ist. Denn dann ist man wirklich an den Emotionen dran.

Ich bin meinem inneren Frieden so wieder ein Stück näher gekommen.

Reue

 

Den Glauben neu entdecken

B.R.R.

Vor einigen Tagen war eine Freundin bei uns zum Iftar eingeladen und nach dem wir unser Fasten beendet und uns alhamdulillah satt gegessen hatten, gab es viel Zeit für intensive Gespräche und wir genossen unsere Zeit sehr.

Sie ist auch schon viele Jahre Muslima. Bei mir werden es in einem Monat 19 Jahre. Das ist tatsächlich mein halbes Leben. Vor einer Woche bin ich nämlich 38 geworden. Das sei nur mal so am Rande erwähnt.

Nach so vielen Jahren des Muslimseins bin ich  durch viele Entwicklungen gegangen, auch schon allein, was mir dadurch, was mir alles im Leben passierte. Anfangs nahm ich jedes Wort ernst, war sehr streng im Glauben, dann kam eine Zeit, in der ich die Dinge mal etwas lockerer sah, bis ich dann endlich meinen für mich passenden mittleren Weg fand.

Und doch – nach so vielen Jahren gab es nicht viel Neues in Bezug auf das Muslimasein. Ich lebte mein Leben nach meinen Werten und Regeln und war ja glücklich so. Dann kam die Zeit der Persönlichkeitsentwicklung und Achtsamkeit hinzu. Und hierin liegt der Schlüssel.

Ohne es zu bemerken, war ich bereits auf einer inneren Reise. Da musste erst meine Freundin kommen und laut aussprechen, was ich genauso fühlte. Sie sagte nämlich, sie befinde sich momentan auf dem Weg, den Islam für sich neu zu entdecken. Was waren die Gründe, warum sie sich damals für diesen Weg entschied?

Und ganz genauso geht es mir auch. Mir fallen Emotionen ein, wenn ich an früher denke. Als ich das Glaubensbekenntnis sagte, wie friedlich und geborgen ich mich beim Lesen des Qurans fühlte. Oder bei anderen wundervollen islamischen Büchern. Wie es war, Schwestern zu treffen und mit ihnen über den Islam, Bücher, das Leben usw. zu diskutieren. Wie die frühere Fastenzeit bei mir war usw. Ich habe alhamdulillah viele schöne Erinnerungen. Und ich will keine einzige missen.

Und mit den ganzen Erfahrungen, der Achtsamkeit und der Persönlichkeitsentwicklung haben sich mir ganz neue Wege eröffnet, ganz neue Möglichkeiten gegeben. Ich habe mich verändert. Und das ist gut so, denn das Leben ist Veränderung. Und mit dieser Veränderung, die in meinem Inneren ist, will ich auch das Leben als Muslima wieder neu entdecken. Nicht nur, wie ich damals fühlte, sondern überhaupt. Damit wird auch dieser gläubige Teil meines Lebens wieder lebendiger, schöner und wertvoller.

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

45 Impulse für mehr Selbstliebe und Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst

B.R.R.

Selbstliebe lernen: 45 Impulse für mehr Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst (Self Care, Affirmationen, Selbstliebe Inspiration, Slow Living, Simple Living, Slow Family, Bewusst leben, Mini and Me)

Das habe ich gerade im Netz gefunden und fand es prima, um es mit euch zu teilen.

Lebt den Moment und genießt jede Sekunde.

TOTAL GORGEOUSNESS!!

Dort sind immer Blumen Matisse Kunstdruck/Poster von thewheatfield

Die Weisheit des Fastens von Said Nursi

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B.R.R.

Bildergebnis für ramadan die weisheit des fastens

Während ich einige Dinge für unser gemeinsames Familieniftar vorbereite und das Essen im Ofen brutzelt, weil nachher noch die Arbeit auf dem Programm steht, beschäftige ich mich mit einer Herzensangelegenheit, die ich sehr gern zum Ausdruck bringen möchte.

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein sehr spiritueller Mensch bin. Und ja, Spiritualität gibt es auch im Islam. Und hierum geht es bei der Weisheit des Fastens. Es gibt bereits ein Buch, verfasst von Bediüzzaman Said Nursi, der sich mit der Weisheit des Fastens beschäftigte. Eigentlich wollte ich das Büchlein nicht vorstellen im herkömmlichen Sinne, ich wollte lediglich auf seine neun Punkte eingehen, die er hier im Werk beschrieben hat.

Ich mag Said Nursi. Er lebte von 1877 bis 1960, geboren in der heutigen Osttürkei und gehörte zu den einflussreichsten Gelehrten des Osmanischen Reiches. Er war auf allen sozialen Ebenen des Lebens engagiert, doch wie jeder einflussreiche Mensch hat man Fans und Hater. Seine Feinde versuchten ihn durch Exil und Gefängnis zum Schweigen zu bringen, doch das gelang ihnen nicht und so schrieb er unter den schlimmsten Bedingungen über existenzielle Fragen der Menschheit.

Einige seiner Werke sind in meinem Besitz. Doch es sind alles nur so kleine Büchlein. Ich träume davon, das Gesamtwerk Risale-i Nur auf deutsch in meinem Besitz zu haben. Aktuell habe ich nur für 138 Euro das Gesamtwerk nur auf türkisch gesehen, was mir leider nichts nützt.

Kommen wir zum Buch zurück. Ich mag Bilder, in denen es ums Fasten geht, die nur ein paar Datteln zeigen, denn wir beenden laut der Sunna unseres geliebten Propheten, Frieden und Segen Allahs auf ihm, mit ein paar Datteln ungerader Zahl.

Diese Abhandlung zum Ramadan wurde um das Jahr 1934 geschrieben und in dem Band „Briefe“ (Mektubat) als der Zweite Teil des 29. Briefes angereiht. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen des Autors und seines Schreibers wurde dieses Buch in 40 Minuten geschrieben.

Kommen wir nun zu den Punkten, über die ich eigentlich schreiben wollte:

 

Erster Punkt: Das Fasten als Dienerschaft

Die Vollkommenheit Seiner Herrschaft, Allbarmherzigkeit und Sein Allerbarmen bringt Allah zum Ausdruck, indem Er das Gesicht der Erde in Form einer Tafel erschaffen hat und diese mit den vielfältigsten Gnadengaben deckt. Die Gläubigen gleichen im Ramadan einer organisierten Armee, wenn sie auf die Zeit des Iftars warten.

Als wären sie zum Festessen des Schöpfers und Herrschers eingeladen, begegnen sie der sich zuneigenden, majestätischen und umfangreichen Allbarmherzigkeit mit einer umfassenden erhabenen und organisierten Dienerschaft (ubudiyya).

 

Zweiter Punkt: Das Fasten als Ausdruck der Dankbarkeit

Allah erwartet für Seine wundervollen vielen Gaben, die Er für die Menschheit der Erdoberfläche ausgebreiet hat, als Gegenleistung dankbar zu sein. Unzählige Koranverse ermahnen uns stets zur Dankbarkeit.

Insbesondere in diesem wundervollen besondern Monat begreifen die Gläubigen, wie wertvoll ein Stück Brot und ein Schluck Wasser sein kann. Und dass wir in den westlichen Ländern noch mit so viel mehr gesegnet sind, lernen wir erst richtig im Ramadan kennen.

Auch wenn wir das ganze Jahr bereits dankbar sind – doch kann man wirklich dankbar für die Gaben Allahs sein? – wirklich fühlen können wir die Dankbarkeit nur in diesem gesegneten Monat. Dadurch entsteht aus der alltäglichen Dankbarkeit eine spirituelle Dankbarkeit.

 

Dritter Punkt: Die Funktionen des Fastens im gesellschaftlichen Leben

Allah hat auf der Erde unterschiedlich viel Lebensunterhalt verteilt. Im Ramadan helfen die Reichen vermehrt den Armen, denn sie können sich eher durch das „Hungern“ eher in den Zustand der Armen einfühlen.

Wenn man das Fasten so betrachtet, bemerkt man, dass das Mitgefühl und Mitleid gegenüber anderen Menschen eine wahrhaftige Dankbarkeit bildet. Denn jeder Mensch kann einen Menschen finden, dem es noch schlechter geht als ihm selbst. Diesem Menschen ist er zur Fürsorge verpflichtet.

 

Vierter Punkt: Das Fasten als Selbstdisziplinierung 

Unser Ego will frei und ungebunden sein. Im Ramadan verstehen wir, dass jede Seele nicht Eigentümer, sondern selbst Eigentum, nicht Herr über sich selbst sondern ein Diener ist. Die Seele nimmt die Rolle der Dienerschaft an, was sie zur Dankbarkeit führt.

 

Fünfter Punkt: Das Fasten als Erziehung des Selbst

Das Selbst des Menschen erkennt nicht die Schwäche,  Bedürftigkeit und Fehlbarkeit in seinem Wesen und will sie auch nicht erkennen. Mit Gier, Habsucht, Leidenschaft und Begehren klammert es (das Selbst)  sich an diese Welt und vergisst seinen Schöpfer, Der die Menschen niemals vergisst.

Das Fasten im Ramadan lässt jedoch den gedankenlosesten Menschen seine Schwäche in allen Dingen wahrnehmen. Durch den Hunger denkt er an seinen Magen und wird sich dadurch bewusst, was er alles bedarf. Sein schwacher Körper lässt ihn daran denken, wie anfällig er ist. Er versteht, wieviel er der Güte und des Mitgefühls bedarf.

Dadurch drängt es ihn, beim Erhabenen Allah Zuflucht zu nehmen und findet den Weg zu Allah im Ramadan am leichtesten, da sein Inneres demütig und dankbar wird.

 

Sechster Punkt: Ramadan – der Monat des Qur’an

Da der weise Qur’an (und auch die anderen Offenbarungsschriften) im Ramadan herabgesandt wurden, ist es notwendig, die „himmlische Predigt“ gebührend anzunehmen, indem man sich der triebhaften Bedürfnisse und der sinnlosen Beschäftigungen enthält.

Der Mensch hat das Gefühl, wenn er der Qur’anrezitation lauscht, als sei er Zeuge dieser im Moment stattfindenden Offenbarung vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm. Das erhöht den spirituellen Zustand ungemein und so kann jeder auf auf diese Weise als „Übersetzer“ des Qur’an die Weisheit seiner Herabsendung leben. Manche Menschen hören den großartigen Qur’anrezitatoren zu, andere lesen das Buch für sich, in welchem so viel Gnade, Barmherzigkeit und Weisheit steckt.

 

Siebter Punkt: Das Fasten als jenseitiger Handel

Im segensreichen Ramadan werden die Taten der Menschen um ein Vielfaches vermehrt. Dadurch hat der Mensch die Möglichkeit, sich im Paradies eine ganze Menge anzubauen. Dhikhr, das Gedenken an Allah, wiegt schon außerhalb des Ramadan so schwer, doch im Ramadan kann man sich Paläste und mannigfaltige blühende Gärten erarbeiten. Vergesst nicht, dass schon das Lächeln eine Wohltat ist, die mit Belohnung einhergeht. Das Lesen eines einzelnen Buchstabens aus dem Qur’an wird gewöhnlich als 10 gute Taten angerechnet, als 10 Paradiesfrüchte. Im gesegneten Ramadan bringt allein das Rezitieren des Thronverses 1000 Pluspunkte.

Da der Mensch durch Essen und Trinken der Unbedachtsamkeit des Egos verfällt, wurde das Fasten angeordnet. Durch das Fasten im Ramadan trägt der Mensch ein ewiges und unsterbliches Leben in sich und lässt es gewinnen. Ein einziger Ramadan kann durch die Nacht der Bestimmung den Ertrag eines 80-jährigen Lebens bringen. Denn der Qur’an wurde in der Nacht der Bestimmung herabgesandt und ist wertvoller als 1000 Monate.

 

Achter Punkt: Das Fasten als eine materielle und geistige Diät

Wenn der Mensch mit dem Fasten im Ramadan beginnt, gewöhnt sich das Selbst an eine Art Diät, bemüht sich darum, sich von schlechten und schädlichen Dingen fernzuhalten und lehrt Gehorsam sowie Geduld. Das Selbst versucht, das spirituelle Leben nicht zu ruinieren.

Die Gläubigen erfahren im Ramadan, je nach ihrer Entwicklungsstufe, facettenreiche Erleuchtung, Segen und innere Freude. Das Herz, der Geist und der Verstand werden geläutert und entfalten sich.

 

Neunter Punkt: Das Fasten lehrt die Herrschaft Allahs 

Das Ego will seinen Herrn nicht anerkennen, denn es strebt nach der eigenen Herrschaft. Nur durch das Fasten gibt es diesen Zustand auf, denn im Ramadan erschüttert die pharaonenhafte Front des Egos, deckt seine Schwäche und Bedürftigkeit auf und zeigt auf diese Art und Weise, dass das Ego ein Diener ist.

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Der Augenblick macht Begegnungen besonders

B.R.R.

Ich wünsche dir Menschen, die dir die Tür aufhalten und denen du dein Herz öffnen kannst, weil Vertrauen aller Anfang ist. - Monika Minder - ~ Quelle: GedankenGut https://www.facebook.com/Gaby.GedankenGut/  http://www.dreamies.de/mygalerie.php?g=jtdysguz

Ich bin für sehr sehr Vieles dankbar. Mir fällt da alhamdulillah gleich eine ganze Menge ein, was ich aufzählen kann. Doch das, wofür ich heute am dankbarsten bin, ist folgendes:

Heute war der Tag wieder voller Wunder verpackt in wunderschönen einzelnen Situationen. Das Schönste war ein sehr intensives Gespräch während meiner Pause mit einer sehr wertvollen Person. Sie ist keine Muslima, und doch haben wir dasselbe Verständnis vom Glauben, der Verbindung zu Gott bis hin zum Leben. So viele Parallelen haben wir entdeckt alhamdulillah. Wie ich immer sage, ist es wichtig, zuerst auf Gemeinsamkeiten zu schauen, bevor man sich den Unterschieden zuwenden kann. Das macht es einfacher, aufrichtige ehrliche Diskussionen zu führen, mit denen jeder Gesprächspartner einverstanden ist.

Diese Person mag meine innere Zufriedenheit und mein Erfülltsein. Nicht erst heute. Wir kennen uns schon ein paar Jahre und haben uns immer gut verstanden. Wertschätzung gaben wir uns gegenseitig die ganze Zeit. Ehrlichkeit und Vertrauen habe ich heute wie noch niemals zuvor bekommen. Das Gespräch ergab sich einfach so und wurde immer tiefsinniger, denn wir sind ähnliche Seelen. Es fühlte sich alles richtig an und was mir heute geschenkt wurde, ehrt mich enorm. Insbesondere das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde.

In solchen Augenblicken fühle ich ganz genau, dass mein Weg, den ich für mich wählte, der richtige ist. Dass ich für meinen Weg brenne und weiter an diesen Zielen arbeiten muss. Ja, muss, denn nur so kann es weitergehen. Weil es mein Schicksal ist, Menschen zuzuhören, ihnen Liebe (als fließende positive Energie), Frieden, innere Ruhe und ein zufriedenes stärkendes Gefühl zu schenken, so dass sie sich besser fühlen und selbst auf die naheliegenden Lösungen kommen.

Ich bin sehr dankbar für diese Gabe. Alhamdulillah. Und ich bin sehr dankbar für dieses Gespräch. Hierin sehe ich wirklich meinen Platz. Ich fühle mich unendlich glücklich. Eine schöne Freundschaft beginnt.

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Bilder

Ich bin mir selbst wertvoll

B.R.R.

Heute hatte ich wieder eine Begegnung mit netten kollegialen Menschen, die mich am Boden sehen wollen. Sie brauchen es, die anderen (nicht nur mich, dennoch mich besonders) fertigzumachen um sich besser zu fühlen.

Früher konnte ich die daraus resultierenden Gefühle abschütteln, jetzt geht es nicht mehr. Jetzt gebe ich contra. Früher nahm ich Rücksicht auf das Betriebsklima, aber ganz ehrlich, wenn du weißt, jemand mag dich ganz und gar nicht, auf was will man dann Rücksicht nehmen? Nein, da ist es mir lieber, ich zeige den betreffenden Personen meinen Unmut und gehe ihnen soweit es geht aus dem Weg. Um nicht noch mehr Gift abzubekommen.

Ich mag den Dialog hier auch gar nicht wiedergeben, denn damit habe ich abgeschlossen. Meine Reaktion war ein Lachen, und alhamdulillah erinnere ich mich, wer ich wirklich bin und was mich ausmacht und wer wertvoll für mich ist. Ich habe täglich so viele schöne Begegnungen, für die ich sehr dankbar bin. Da sind die wenigen, die mich nicht mögen oder sogar hassen, keine Bedeutung für mich.

Ja, mein Selbstwert hat sich nicht geändert. Darum kann mir niemand etwas anhaben. Lästereien schaden mir nicht, sie schaden nur denen, die es tun. Und was für ein armseliges Leben muss man haben, sich nur auf die Fehler anderer zu beschränken? Wer Negatives finden will, tut es, doch es ist zu seinem Schaden. Ich freue mich, so nicht zu sein und dass ich es auch niemals sein will. Das allein lässt mich so viel Dankbarkeit empfinden. Ich bin mit mir im Reinen, ich kann mich im Spiegel anschauen, kann mir in die Augen blicken, verspüre inneren Frieden.

Innerer Frieden beginnt in dem Moment, in dem Du entscheidest, Ereignissen oder anderen Menschen nicht zu erlauben, Deine Emotionen zu kontrollieren. Pema Chodron.

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Wunderbare Ramadanvorbereitung

B.R.R.

Die letzten Tage verbrachte ich mit Fasten. Zugegeben, es waren harte Tage – denn irgendwie bestehen meine Fastentage immer aus Hardcore-Tagen, da meine Kollegin krank oder im Urlaub ist. Nun, jetzt war sie krank und da hatte ich mehr zu tun. Da war ich dann schon ziemlich kaputt.

Ich verstehe auch nicht, warum ich meine Tage des letzten Ramadan immer erst kurz vor dem neuen Ramadan nachhole, aber so fühle ich mich dem Ramadan schon sehr verbunden, und es ist ein Training.

Ich habe meinen Tagesablauf auf das Fasten ausgerichtet. Halb drei bin ich aufgestanden. Wenn ich Spätschicht hatte, konnte ich mich nach dem Morgengebet nochmal hinlegen, aber wenn ich Frühschicht hatte, bin ich aufgeblieben. Dafür hatte ich eine wunderschöne Morgenroutine und ganz viel Zeit für meine Dinge. Ich weiß jetzt, wie ich es gut managen kann alhamdulillah.

Mein Fokus lag diese Woche darauf, gewisse Gewohnheiten aufzubauen und andere abzubauen. Zum Beispiel war es mir wichtig, die Morgen- und Abendadhkar (die Gedenken an Allah) regelmäßig auszuführen und auch regelmäßig im Quran zu lesen. Alhamdulillah fällt mir leicht, dies nun in meinen Tagesablauf zu integrieren.

Was sich auch geändert hatte, war die Ernährung. Durch den Compound-Effekt können wir kleine Veränderungen anpassen, die dann später zu großen Veränderungen führen. Ich habe meinen Kaffee- und Energydrink-Verbrauch stark eingeschränkt, bzw. die Woche ganz drauf verzichtet. Ich trank nur Wasser und achtete gezielt auf ausreichend Wasser. Das war mir aber schon vor den Fastentagen wichtig. Klar aß ich auch mal Schokolade, es hielt sich jedoch in Grenzen, denn in der letzten Zeit hatte Naschen die Oberhand gewonnen. Ist ja auch kein Wunder. Eine schlechte Gewohnheit war es, Kaffeetrinken mit etwas Süßem zu verbinden. Diese Gewohnheit habe ich alhamdulillah zerschlagen.

Die letzten Tage ich mich wie immer vermehrt mit Wissen auf den Gebieten der Persönlichkeitsentwickung und Psychologie. Es wird Zeit, mir auch wieder mehr islamisches Wissen anzueignen bzw. zu wiederholen. Genug Bücher habe ich auch parat, die darauf warten, von mir gelesen zu werden.

Im Prinzip bin ich nun auf den Ramadan vorbereitet und das fühlt sich sehr gut an. So kann ich mehr wert auf die Ibadat (die gottesdientlichen Handlungen) und deren Spiritualität legen. Und dies allein erfüllt mich mit Freude. Der Gedanke an die einsame Zeit in den frühen Morgenstunden erfreut mich ebenso.

Was in dieser Woche nicht so ganz klappte, war die Geduld. Doch ich bin nachsichtig und verzeihe mir. Es kann und wird nur besser werden. Ich bin mir meiner Schwächen und Fehler bewusst und versuche, sie in Stärken zu verwandeln. Und dadurch, dass ich meinen Tagesablauf notierte, wurde ich mir der Zeitverschwendung bewusst. Also, ich will nur fünf Minuten in Facebook oder auf instagram schauen, und war erschrocken, dass eine halbe oder sogar eine ganze Stunde vergangen war. Auch wenn ich viele inspirierende Sachen erfuhr. Nun, auch das kann nur besser werden, sobald wir auf etwas sensibilisiert sind.

Das Schönste am Ramadan ist natürlich, wenn wir mit der richtigen und besten Absicht fasten, werden unsere Sünden, die wir uns seit dem letzten Ramadan aufgeladen haben, gelöscht. Das ist ein wunderbares Geschenk und schon allein ein Grund, die 30 Tage zu fasten. Ich bin unendlich dankbar für diese Chance.

 

Keep Calm and Welcome Ramadan So it officially starts tomorrow (for almost everyone)!  بارك الله لكم في هذا الشهر العظيم و تقبل طاعاتكم وزاد...