Dein persönlicher Weg

B.R.R.

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Das Leben besteht aus einer Kette, deren wunderschöne Perlen aus Mut gemacht sind. Jeder Tag beinhaltet so viele Möglichkeiten zur Entscheidung, und auch wenn wir uns vor Entscheidungen drücken – und somit ja auch eine Entscheidung fällen – hat jede Entscheidung Auswirkungen auf unser Leben.

Mut bedeutet nicht, keine Angst und Unsicherheiten zu haben. Mut ist, die Ängste und Unsicherheiten, die in einem schlummern, zu überwinden und somit über sich hinauszuwachsen. Dann trifft man Entscheidungen für sich und wächst innerlich ein Stück mehr. Und steht mehr zu sich. Das ist das, worauf alles hinausläuft. Klar zu sich zu stehen, authentisch zu sein. Das ist für mich der wahrhaftige Mut.

Der Mensch will immer nur im Vertrauten fischen als sich in fremde Gewässer zu wagen. Der Weg zu den fremden Gewässern ist lang und teils auch beschwerlich. Die Reise zu sich selbst ist stets anstrengend und kostet Überwindung, weil die Seele zwar nach dem Höchsten strebt, doch unser Körper stets versucht, uns mit Angst zu manipulieren. Denn wenn wir auf unserem Weg losgehen, das Vertraute verlassen, wissen wir nicht, wo und ob wir ankommen. Doch ohne Mut gibt es keine Veränderung, denn wer schon immer dieselben Wege gegangen ist, bekommt auch immer dasselbe Ergebnis.

Wenn wir unsere Komfortzone das erste Mal verlassen, merken wir überraschenderweise, dass wir dem Leben nicht so hilflos gegenüberstehen wie wir immer gedacht haben. Wir erschaffen uns unsere innere Wirklichkeit selbst, die dann zur äußeren wird. Und so entscheiden wir uns, ob wir die Verantwortung für unser Leben und für uns selbst übernehmen. Die Wahl dazu haben wir jederzeit.

Das eigene Leben fängt wohl erst richtig an, wenn wir „nein“ sagen zu Menschen, zu Situationen, die uns mehr schaden als guttun. Denn das ist immer ein „ja“ zu uns selbst. Ja, das erfordert großen Mut. Denn wenn wir uns für uns selbst entscheiden, entscheiden wir uns gegen das, was uns nicht guttut.

Wenn wir uns transformieren wollen, also in eine bessere Version unseres Selbst umwandeln wollen, beginnen wir zu akzeptieren, dass unsere Vergangenheit mit all unseren Erfahrungen, Erlebnissen, Glaubenssätzen uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Und vor allem, dass es gut ist, wie wir heute sind. Und nun sind wir bereit unsere eigenen bewussten Entscheidungen zu treffen und das Leben zu führen, was wir uns wünschen zu führen. Mit all dem Glück, den positiven Momenten aber auch mit denen des Scheiterns.

Wie ich schon erwähnte, handeln wir dann plötzlich bewusst. Sind wir einmal auf dem Weg zu uns selbst, können wir nicht wieder in die alte Komfortzone zurückkehren. Denn die gibt es nun nicht mehr. Ab jetzt sind wir auf der Reise in unserer Inneres, welche das ganze Leben andauert. Ab jetzt finden wir immer neue Möglichkeiten, um uns weiterzuentwickeln und unsere Liebe und unser Licht in die Welt zu bringen. Das Schöne ist, wir haben all das schon in uns. Es wartet darauf, hervorzukommen uns uns unseren Weg zu weisen.

Dadurch beginnen wir auf einmal, einen anderen Blickwinkel auf alles zu haben, was unser Leben und unsere Seele enorm verändert. Ab jetzt empfinden wir alles viel intensiver. Bei mir hat es sich zum Beispiel angefühlt, als würde ich verliebt sein und fühlte 1000 Schmetterlinge im Bauch. Ich denke, es ist auch eine Art Verliebtheit: das Verliebtsein ins Leben. Wir haben den Blick auf das Detail genauso wie auf das große Ganze.

:) Schöne Worte. Die Liebe aus meinem und deinen Herz(unsere gemeinsame Liebe) verzaubert jeden Tag. DANKE DAIZO

Plötzlich erkennen wir, dass wir die ganze Zeit unserem Ego viel zu viel Raum gaben als es verdient. Das Ego will uns beschützen und darum will es uns von anderen trennen und Ängste schüren. Es hat sich all die schlechten Erfahrungen, die wir in unserem Leben bisher gemacht haben, gemerkt. Nun brauchen wir wieder den Mut, den ich oben beschrieben habe. Das Ego wird kleiner und schwächer, wenn wir ihm entgegen handeln. Wir entscheiden uns für die Liebe und Vergebung, auch wenn wir verletzt wurden, denn die Liebe und Vergebung dient in erster Linie uns selbst für unseren inneren Frieden.

Unsere Seele will nichts als lieben. Mit dieser Liebe erschaffen wir uns eine glücklichere Welt. In Liebe zu leben und Liebe in die Welt zu bringen, lässt uns nie mehr wirklich unglücklich sein. Liebe siegt über Hass und auch über das Ego. Liebe ist alles.

Natürlich können wir nicht immer in diesem wundervollen Zustand der Liebe sein. Es wird immer etwas geben, was uns trifft, und unsere Aufgabe ist es, statt anzugreifen in Liebe zu handeln. Das heißt jedoch nie, sich alles gefallen zu lassen und stillschweigend die Dinge zu dulden. Das dürfen wir nie. Für diesen Schritt benötigen wir auch wieder Mut, denn mit dem Mut können wir verändern, aufeinander zugehen, Frieden bringen.

Und somit leben wir unsere Wahrheit. Für jeden ist die Wahrheit etwas anderes, jeder hat einen einzigartigen Weg und ist einzigartig. Alles, was nicht zu uns gehört, lassen wir gehen. Wir brauchen es nicht. Auf diese Weise kann unsere Seele mit all ihrer Leidenschaft und ihrem inneren Feuer ihren Weg gehen. Gerade in diesem Moment hat sich für mich etwas ereignet, was in sha Allah der nächste Schritt werden kann. Wie es sich verwirklichen lässt, ist noch nicht sichtbar, aber dass es ein Schritt ist und dazugehört, spüre ich ganz genau.

Ich bin bereit, weiterzugehen. Auch bin ich vom Mut umhüllt, der dazugehört.

Du musst bereit sein, das Leben aufzugeben, das du gewohnt bist, um das Leben zu haben, von dem du immer geträumt hast.

Das trifft auf Menschen sowie auf Situationen und unerwarteten Ereignissen und Begegnungen zu, die uns spiegeln und uns an unsere Visionen und unser inneres Feuer erinnern. Gerade das ist mir heute passiert. Ich bin so dankbar dafür.

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Stell dir vor… Wie Vergebung leicht fällt

B. R. R.

Für alle, die wissen, dass Vergebung sich selbst sowie anderen gegenüber hilft, aber nicht so richtig wissen, wie sie ihren Groll in den Griff bekommen können.

Stell dir vor, du würdest jeden Menschen, der dir begegnet, als einen Engel erkennen, der dir geschickt wurde, weil du hier auf der Erde eine bestimmte Aufgabe machen möchtest.

Stell dir vor, der Mensch der dich am meisten in deinem Leben verletzt hat, war ein Engel, der dir geschickt wurde, damit du die Erfahrung von Vergebung machen kannst.

Stell dir vor, der Mensch, der dich verlassen hat, war ein Engel, der dir geschickt wurde, damit du die Erfahrung machen kannst, dass du alleine bereits vollständig bist.

Stell dir vor, der Mensch, der dir das Herz gebrochen hat, war ein Engel, der dir geschickt wurde, damit du die Erfahrung von Mitgefühl machen kannst.

Stell dir vor, der Mensch, der dir etwas weggenommen hat, war ein Engel, der dir geschickt wurde, damit du die Erfahrung machen kannst, dass du wahren Reichtum nur in dir selbst finden kannst.

Stell dir vor, der Mensch, der an dir gezweifelt hat, war ein Engel, der dir geschickt wurde, damit du die Erfahrung von Selbstvertrauen machen kannst.

Stell dir vor, jeder Mensch, der dir in deinem Leben begegnet ist, ist ein Engel, der dir geschickt wurde, um dich daran zu erinnern, dass du selbst auch ein Engel bist.

Stell dir vor, was für einen endlosen Frieden du erfahren würdest, wenn du dich an diese Wahrheit erinnerst.

Worte: Laura Malina Seiler

Diese Worte der Vergebung wollte ich mit euch teilen. Vielleicht öffnet es dem einen oder anderen das Herz und er oder sie kann sich im Vergeben üben. Um frei und reines Herzens zu sein. Um frei vom Gift zu sein, was man zu sich nimmt, sobald diese Erinnerungen hochkommen.

Warum es so wichtig ist sich selbst zu heilen

B. R. R.

Hurt people hurt people. Verletzte Menschen verletzen andere Menschen.

Wir alle kennen es von uns selbst ganz gut. Ein falsches Wort traf uns, bohrte seinen giftigen Pfeil ins Herz.

Anstatt den Pfeil nun herauszuziehen und uns zu heilen, indem wir uns genau anschauen, was uns traf, bewerfen wir den mit Gift getränkten Pfeil dem Nächstbesten zu, der für unseren Ärger am wenigsten kann. Und wenn wir ehrlich sind und in uns hineinhorchen, geht das nicht spurlos an uns vorüber und wir fühlen uns noch mieser als zuvor.

Was passiert da mit uns? Wir hören auf zu lieben, aus ganzem Herzen zu lieben. Die Welt ist von nun an nicht mehr ein friedlicher und schöner Ort. Wir schwören uns, nie wieder so verletzt zu werden und verschließen uns vor der Welt. Liebe bedeutet Angst. Angst bedeutet eine Mauer um uns zu bauen. Und da wir auf negativer Schwingung durch unser Leben gehen, passieren uns immer wieder Dinge, die uns das bestätigen.

Ein nicht enden wollender Kreislauf, der uns nur abwärts führt, nicht wahr? Es gibt eine Lösung, die ich schon öfters erwähnt habe.

Durch den Schmerz zu gehen und alles zu fühlen, was gefühlt werden möchte. Wenn wir verdrängen, kommt alles wieder, im schlimmsten Fall in den unpassendsten Momenten.

Ich verrate euch jetzt mal etwas. Ich bin ja immer ziemlich offen mit meinem Leben und meinen Erfahrungen umgegangen, damit sich der eine oder andere meiner Leser in der einen oder anderen Situation wiederfindet und meine Worte Trost und Liebe, Frieden und Harmonie im Inneren bringen.

Mit 19 begegnete ich einem der schlimmsten Personen. Was dieser Mensch mit mir getan hat, möchte ich nicht thematisieren. Weil es nicht um Schlagzeilen sondern die Heilung dessen geht. Es ging um ganz heftige psychische und physische Gewalt. Ein Martyrium nannte es auch das Landgericht. Fünf Jahre und drei Monate Gefängnisstrafe bekam diese Person.

Zu dieser Zeit und auch lange danach hatte ich keine Selbstliebe. Ich dachte, diese Erlebnisse müssten so sein und ich hätte es nicht anders verdient. Bei diesen Worten kann ich mittlerweile nur mit dem Kopf schütteln. Ganz ehrlich, niemand hat dies verdient. Nicht einmal ein Feind, wenn man ein Krieger des Lichts und des Herzens ist.

Ich hatte so viel Wut und Hass in mir. Wurde ja mit nichts anderem genährt als mit Wut und Hass.

Ich verdrängte alles Geschehene. Ich verdrängte meine Gefühle. Die erste Hilfe. Wut und Hass waren normal, erklärte mir meine Therapeutin. Nachdem was mir passiert war.

Das Problem war, dass ich von nun an alle Menschen hasste. Das kann sich niemand vorstellen, der mich kennt. Ich hasste sie alle und provozierte und wollte böse sein. Für eine gewisse Zeit.

Da das jedoch nicht mein Kerncharakter war, kam mein engelhaftes Verhalten durch. Damals war ich noch zu unerfahren und dachte nur in Kategorien wie Engel oder Teufel.

Verletzte mich einer, verwandelte ich mich von einem Engel zu einem Teufel. Ich nannte dies Phasen und dachte, mit mir stimmte etwas nicht. Aus heutiger Sicht sage ich, daß waren ganz normale seelische Reaktionen auf dieses Trauma.

Jahrelang lief ich durch die Welt, rebellisch, verteidigte mich nur, witterte in allem Böses.

Bis ich den Mut hatte, mich der Vergangenheit zu stellen. Ich hatte mein Herz verschlossen, nicht einmal richtig geweint.

Also begann ich, mich in kleinen Schritten mit dem auseinandersetzen was mir passiert war. Kleine Wellen der Gefühle schwappten über mich herein, doch die gefürchteten großen Wellen blieben aus. Ich lernte, meiner Vergangenheit ins Gesicht zu blicken und sie anzunehmen. Freunde wurden wir noch lange nicht. Aber immerhin waren wir auf der Stufe der Akzeptanz.

Das führte leider nicht dazu, zu reflektieren und anzuschauen, was falsch gelaufen war. Ich lebte nur mit dem, lernte zwar gewisse Dinge daraus, die mir danach nicht mehr passierten, doch insgesamt war ich noch nicht wirklich lernbereit.

Es genügte jedoch, dass ich die Geschehnisse annahm, um irgendwann in die Vergebung zu gehen. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, doch irgendwann habe ich gemerkt, ich kann berichten, ohne dass ich in Tränen ausbrach und hatte wirklich mit diesem Teil der Vergangenheit abgeschlossen und ihm vergeben.

Ich hatte natürlich in der Zeit nicht untätig herumgesessen. Nach diesem Trauma wusste ich nicht mehr, wer ich früher mal gewesen war. Also suchte ich nach Eigenschaften, die mich ansprachen und berührten, entweder weil ich mal so gewesen war oder so sein wollte. Ich führte unzählige Listen.

Gleichzeitig suchte ich nach Dingen, die mir gut taten. Auch hier führte ich mehrere Listen. Es war der Anfang der Persönlichkeitsentwicklung, jedoch auf ganz unbewusster Ebene. So als sei ich noch zu blind für den richtigen Weg.

Mich mit diesen Dingen zu beschäftigen, ließ mich innerem Frieden näher kommen und innerlich ruhiger werden.

Die längste Zeit waren die Jahre, in welchen ich versuchte, so zu werden wie ich sein wollte. Die gingen auch nicht spurlos an mir vorbei und es passierte viel Schmerzvolles.

Aus allem lernte ich, aber die richtige Veränderung blieb aus. Da ich nicht gewillt war, meine Schattenseiten anzunehmen und Licht an ihnen zu lassen. Der Durchbruch kam erst vor einem Jahr.

Ein großer Schritt, der unendlich viele kleine Schritte mit einschloss. Und jetzt bin ich alhamdulillah ganz und gar die Person, die ich sein will und doch wird der Weg zu sich selbst nie zu Ende sein.

Durch das Leben bekommen wir viele Möglichkeiten, uns zu erfahren und das Bestimmte zu lernen, was wir beschlossen haben, zu lernen, wie wir wirklich sein wollen und dass wir uns mit unserer inneren Wahrheit verbinden und sie ausdrücken.

Was sind denn eure großen Erkenntnisse? Meine ist die der Selbstliebe. Mit all dem, was passieren musste in 20 Jahren. Ich nehme alles an und bin geheilt. Ich lebe so, wie es mir entspricht.

Mein inneres Wachstum ist größer als ich selbst. Darum kann ich mich auch nicht mehr klein machen und verstecken. Ich kann mich auch nicht mehr verbiegen sondern nur so sein, wie ich von Allah erschaffen wurde, eine sanfte Rebellin, die zwar ein Schwert mit sich trägt, um sich zu verteidigen, doch es nie von selbst benutzen würde, wenn es sich vermeiden lässt.

Keine Erfahrungen hat man umsonst gemacht. Sie dienen mir gleichermaßen wie allen anderen, die sich von diesen Zeilen angesprochen fühlen. Ich freue mich, wenn ich höre, mein Leser, meine Leserin habe sich in meinen Worten wiedergefunden.

In meinen Texten beschönige ich nichts, doch wirken sie poetisch und schön, weil ich am Ende jeden Textes ein Happy End habe. Das Happy End hat nichts mit romantischer Liebe zu tun. Es geht nur um Personen, die etwas auflösen oder finden und sich selbst näher kommen.

Für mich geschehen immer Wunder, weil ich an sie glaube. Wunder bedeuten nämlich, die eigenen Ansichten von Angst in Liebe zu verwandeln. Es ist leicht und auch das möchte ich zusätzlich zu meinen Erfahrungen und Lösungsmöglichkeiten mitgeben.

Eid Mubarak

B. R. R.

Heute ist Eid al Adha, das große Opferfest. Ich wünsche allen, die es feiern, eine wunderschöne Zeit mit den Lieblingsmenschen. Mögen eure Gebete erhört und eure Sünden getilgt werden und möge Allah mit euch zufrieden sein.

Allen anderen wünsche ich natürlich auch eine wunderschöne Zeit.

Glück hat, wer bei der Familie in seinem Heimatland ist. Der ist besonders gesegnet. Und kann das Fest so genießen wie er es kennt.

Da hier mein Heimatland ist, läuft mein Eid etwas anders ab. Da ich das Schächten des Opfertiers nicht kenne, verpasse ich auch nichts und fühle auch keine Sehnsucht.

Im Gegenteil, es tut mir weh, wenn die armen Tiere Laute von sich geben und dann geschächtet werden. Das war schon schwierig, als bei unserer Hochzeit ein Tier geschlachtet wurde.

Natürlich ist der Sinn des Schächten das Gedenken an die Geschichte, dass dem Propheten Ibrahim seinen Sohn Ismael (bei den Christen ist es Issak), Allahs Frieden und Segen auf ihnen, befohlen wurde, Allah ein Opfer zu bringen und Ismael bzw. Isaak zu opfern. Als sie endlich bereit waren, diesen Schritt zu wagen, erschien an Islamels Stelle (bzw. Issaks) ein Widder. Allah testete nur ihren Gehorsam. Seitdem werden jedes Jahr am selben Tag Tiere geopfert.

Da ich das Schächten zum Fest nie mitgemacht und Fleisch mit Familie, Nachbarn oder anderen Bedürftigen geteilt habe, ist es bei mir eine Tradition, ein Eid Frühstück vorzubereiten. Als ich bei Muslime helfen gearbeitet hatte, nahm es seinen Anfang. Ich führte die Tradition fort und lud Schwestern ein oder andere luden mich ein.

Heute war meine Herzensschwester mit ihrer Tochter da und wir hatten eine schöne Zeit. Mit Kindern ist es nicht schwer, den Augenblick zu kreieren und im Herzen festzuhalten.

Alhamdulillah für alles. An solchen Tagen mit den richtigen Menschen um sich herum fühle ich mich so unendlich gesegnet und ganz richtig.

Mehr braucht es nicht um glücklich zu sein.

Vollkommen schön und perfekt im Unperfekten

B. R. R.

Wisst ihr, was wahre Schönheit ist?

Heute in der U-Bahn traf ich die wahre Schönheit.

Ein besonderer Junge ging an mir vorbei. Er hat das Down Syndrom und keine Haare. Vielleicht ist er krank? Vielleicht hat er Krebs? Diese Fragen wirbelten durch meinen Kopf. Doch nicht lange, nur einen kurzen Augenblick verweilten meine Gedanken an seinem Äußeren.

Denn seine Ausstrahlung war der Hammer. Völlig in sich ruhend und mitten im Leben stehend kam er mir vor.

Er leuchtete von innen.

Wie die Sonne am Morgen, wenn der neue Tag erwacht.

Wie die Goldmarie aus Frau Holle, nur dass der Goldregen nicht von außen kamen sondern reines Gold und Diamanten aus seinem Inneren sich ihren Weg nach außen bahnen. Wie ein Feuerwerk zum Jahreswechsel zog er meinen Blick auf sich.

Alhamdulillah für alles.

Dass wir gesund sind, dass wir leben, lebendig sind, uns frei fühlen können. Innerlich frei. Und zwar frei von gesellschaftlichen Konditionen, die Schönheit vorschreiben.

Frei davon, wie ein schöner Mensch auszusehen hat.
Frei von sinnlosen Diäten, Moden, Kleidergrößen.

Frei von Schönheitsidealen, die nichts mit Schönheit zu tun haben. Auch frei von Schönheitsoperationen, die ihr Geld nicht wert sind.

Frei von Makellosigkeit, die wer bestimmt?
Frei davon, anderen gefallen zu wollen. Frei davon, den Gedanken zu hegen, sich aufzugeben.

Ich danke Allah, dass Er es mir ermöglicht, wahre innere und durch nichts zerstörende Schönheit in anderen Menschen und mir selbst zu erkennen.

Ich sehe mich. Ich sehe euch. Jeder Mensch ist einzigartig und schön wie er ist. Vollkommen perfekt im Unperfekten. Vollkommen schön in seinem Selbst. Er braucht dazu lediglich er selbst zu sein. Dann kommt das Strahlen und Leuchten von allein.

Maskentänzelei

B. R. R.

Der obige Spruch stimmt nur bedingt.

Denn wenn du es ganz genau nimmst, sind die schlimmsten Menschen am Ende alles.

Erst ein Geschenk, weil sie dich kopieren und du dich in deine besten Eigenschaften verliebst.

Dann eine Lektion, wenn sie dich entsorgen und du nicht weißt, was mit dir geschieht. Damit du in Kontakt zu dir selbst gehst, deinen Selbstwert, deine Selbstliebe und Selbstbestimmtheit findest.

Dann sind sie ein Test, ob du dem standhältst und dich wahrhaftig um dich kümmerst. Denn sie kommen wieder an. Sei nicht hart mit dir, wenn du diesen Test nicht bestehst, manchmal braucht man mehrere Anläufe.

Und am Ende bist du der Sieger, die Siegerin aus dem ganzen Schlamassel. Du bist stärker als je zuvor und willst nicht mehr die oder der Alte sein.

Und somit kannst du sie wiederum als Geschenk sehen, denn ohne sie hättest du die dunkle Nacht der Seele und das darauffolgende Erwachen nicht erlebt.

Und wenn du die Worte auf dem zweiten Bild verinnerlichst, verstehst du, dass die erste Variante bei dir nicht funktioniert. Du hast stets Menschen in dein Leben gezogen, die Masken getragen haben. Dass was sie von sich gezeigt haben, war nie echt. Eine Welt voller Illusionen, die sie sich und der ganzen Welt aufdrängen.

Die meisten Menschen sterben in ihren Illusionen, weil sie selbst ein Leben der Maskerade führen. Glanz und Glamour, Haben anstatt sein zählen für sie.

Doch du hast das alles hinter dir gelassen. Ein großes tolles Auto und ein schönes Haus haben dich nicht blenden und beeindrucken können. Du hast hinter die Maskerade blicken dürfen, ja dürfen, denn auch wenn sich damit der größte Schmerz auftat, erleben andere Menschen dieses Erwachen nicht.

Die Masken sind gefallen, der Masken Tanz beendet und somit die Illusionen der anderen Menschen und auch deine gefallen. Ja, du hast richtig gelesen, deine. Das was du der Menschheit von dir glauben machen wolltest. Du hast dir ebenfalls ein Leben in Masken aufgebaut und nun ist der Tag gekommen, in dich hineinzuhorchen und dich allem zu stellen, was dir nicht mehr dient.

In der Stille sammelst du neue Kräfte, neue Liebe, fängst wieder an, dein Vertrauen aufzubauen und die Scherben beiseite zu schieben, die dein altes Ich hinterlassen hat. Du willst dich in dein altes Ich nie mehr kleiden. Du häutest dich wie eine Schlange sich häutet.

Jeder ist schön

B. R. R.

Ich bin in ganz wenigen Gruppen unterwegs, die sich meist ums Weiterkommen drehen. Sei es der Persönlichkeit wegen oder der Religion. Gerade kommt mir dieser Gedanke, den ich teilen will.

Viele berichten über ihre Erfahrungen und Erlebnisse und alle haben gemeinsam, dass sie starke und schöne Menschen sind. Ein Herz ist doch richtig schön und sogar perfekt, wenn es nicht perfekt und fehlerfrei aussieht, sondern wenn es geliebt hat, auch wenn es nicht zurück geliebt wurde, wenn es jemand anderem ein Stückchen seines Herzens gegeben hat und dann eines anderes bekommen hat, auch wenn dies nicht richtig reingepasst hat. Ein Herz ist wahrhaft schön, wenn es echt ist. Dann ist auch der Mensch schön. Masken fallen, zeigen keine Schönheit, nur einen nackten, kalten Wahnsinn.

Liebe Leute. Steht zu dem, was euch passiert ist. Ihr seid wunderbar, mutig, stark und somit automatisch schön.

Schönheit ist nicht die äußerliche Schönheit, die andere vorschreiben. Passt du da nicht rein, weil du zu dick oder zu dünn bist oder ein Kopftuch trägst, bist du draußen.

Die wahre Schönheit ist die innere, wenn du hinfällst, wieder aufstehst, hinfällst und einmal mehr aufstehst als du gefallen bist.

Die wahre Schönheit ist es, wenn du deine Narben trägst und sie doch nur wenige Menschen erkennen können. Denn man sieht dir nicht an, was du durchgemacht hast. Du bist wie der Phoenix aus der Asche aufgestanden.

Die wahre Schönheit ist du selbst zu sein, erst recht, wenn sich die Welt anders haben will.

Dramen in Familiengeschichten und Dickköpfigkeit

B. R. R.

Besonders seit der Geburt des süßen Babys häufen sich bei uns die Meinungsverschiedenheiten. Die führen zu Auseinandersetzungen. Was ganz normal ist, da wir aus unterschiedlichen Kulturen kommen, unterschiedliche Mentalität besitzen, unterschiedliche Charaktereigenschaften und noch mal als Frau und Mann ganz unterschiedlich beschaffen sind.

Für meinen Mann bin ich ein großer Dickkopf. Das war ich schon als kleines Kind, als ich meinen Willen bekommen wollte, indem ich meinen Kopf gegen die Wand schmetterte. Das muss doch weh getan haben. Ob ich Erfolg damit hatte, kann ich auch nicht sagen.

Mir wurde natürlich deutlich gezeigt, dass dieses Verhalten nicht gewünscht war. So lernte ich, mich anzupassen. Anstatt laut zu sein, war ich leise. Anstatt lebendig zu sein, war ich ruhig. Ich hatte es ja mal erwähnt, ich war die brave Annika bei Pippi Langstrumpf. Annika bin ich längst nicht mehr. Pippi aber auch nicht. Eher Ronja Räubertochter.

Diese Sturheit habe ich von meiner Mama mitgegeben bekommen. Von meinem Papa erbte ich das Mitgefühl, auch Mitleid und das nah am Wasser gebaut sein. In der Familie meines Papas waren die Männer eher schwach. Als Vierjährige betrachtete ich meinen Großvater voller Mitleid und fand, er machte einen jämmerlichen Eindruck. Sehr verstörend, wenn dies die ersten bewussten Erinnerungen an den Großvater sind.

Dieses Familienmuster führte zu vielen seltsamen Verstrickungen. Die Schwestern meines Papas suchten sich schwache Männer. Wie es bei meinen Cousinen aussah, weiß ich nicht. Ich zog auch immer schwache Männer an. Nur konnte ich früher nicht erkennen, dass sie ihre Schwächen nicht annehmen konnten und somit stets die ganze Zeit die volle Maskerade präsentierten und versuchten, meinen Dickkopf so zu bearbeiten, dass ich von mir selbst ganz entfernt war. Zudem hielt ich die Dramen in den Beziehungen für so normal, dass ich nichts hinterfragte. Die Dramen waren Generationsdramen. Keine Ahnung, ob es dieses Wort gibt. Aber ihr wisst, was ich meine.

Meinen Dickkopf stabilisierte ich so nach und nach, als ich wieder stärker wurde. Damit meiner Tochter nicht sowas passierte, was mir geschah, erzog ich sie zu einem autonomen, einem selbstbestimmten Kind. Das ist sehr anstrengend und beinhaltet genauso Tücken. Ergo, man kann es nie richtig machen.

Mir wurde einmal von einem Therapeuten vor 19 Jahren gesagt, jeder hielte mich für eine Blume, die man beliebig pflücken oder gar abreißen kann. Tja, es war der Mangel am Setzen von Grenzen. Wie auch, wenn es nicht gelernt wurde. Meine Eltern mit ihren Lebensgeschichten wussten es auch nicht besser.

Jedenfalls war mein Mann von ganz anderer Art. Er hat auch so seine ganz andere Geschichte und er hat so seine Eigenheiten, die mich auf die Palme bringen, um mal wieder zum Thema dieses Blogeintrags zu kommen.

Unsere Auseinandersetzungen sind ohne böse Dramen, aber ich sehe nicht ein, warum ich einfach etwas übernehmen sollte, was gar nicht zu mir passt und wo ich nicht dahinterstehe. Das finden wir beide manchmal anstrengend und sind dann voneinander genervt. Aber einen Partner, der nur „ja ja ja“ sagt? Wo ist da der Reibungspunkt, das Wachstum?

Heute sprachen wir bei einem Spaziergang darüber. Ich fand es eigentlich sehr schön, was seine Meinung war: dass es für eine Beziehung positiv ist, einen Dickkopf zu haben, denn das zeigt von einer starken Persönlichkeit und man kann dann nicht so beeinflusst werden.

Da schwor ich mir selbst noch einmal, dass dies nie wieder geschehen soll. Und letztendlich habe ich es bereits unter Beweis gestellt. Es ist mir auch ganz gleich, welche Wut es in anderen entfacht hat. Als ich meine Arbeit verlassen habe, hat eine Kollegin zum wiederholten Male gesagt, ich habe mich ganz in meinem Sinne entwickelt, habe Grenzen gesetzt, mich nicht aus der Ruhe bringen lassen (außer bei einer bestimmten toxischen Person und ihren Helfern, doch das ist eine ganz andere Dynamik) und wenn mir nicht nach Helfen war, sagte ich einfach, dass es nicht ginge. Naja, die Schwangerschaft hat diese Entwicklung enorm begünstigt, da ich nicht nur für mich selbst sondern auch für ein anderes Wesen verantwortlich war.

Dennoch, nie wieder. Für schwarze Seelen bin ich verloren.