Monatsarchiv: Februar 2012

Es tut einfach weh!

B.R.R.

Manche Entscheidungen, die getroffen werden müssen, sind richtig. Plötzlich weißt du, wie es nur weitergehen kann und muss.  Standhaftigkeit und das Bleiben auf dem richtigen Weg bringen dich ans Ziel.

Aber dieser Weg ergibt im Augenblick nur Schmerzen und lässt dein Herz zerbrechen.

Es tut einfach weh!

 

Fundschätze vom Juni 2011

B.R.R.

Die Chance ist groß, scheinbar nebensächliche – einfach hingekritzelte – Dinge im Nachhinein als Großartige  zu entdecken, wenn man ständig Notizbücher mit sich führt und irgendwann einmal diese alten Notizbücher hervorkramt.

Die folgenden Gedichte/Gedanken hab ich in einem gefunden. Sie entstanden an einem Junitag letzten Jahres, als ich meinen Bruder auf dem Land besuchte und in eine andere Welt abtauchte, die meinem hektischen Großstadteben gar nicht ähnelt.

 

Im Sommer

Im Sommer ist es schön

Alles riecht so herrlich nach Sommer

Die Sonne nach einem gold’nen Regen

Der zarte Wind, der mit den Blättern tanzt

Die leuchtenden Blumen, die die Welt schmücken

Die Schmetterlinge flattern auf und ab – so leicht

 

Meine Gedanken sind frei

Sie wandern zum Regenbogen

Dann weiter zu den Wolken

Die sie forttragen in die weite Welt

Die wunderbare Natur des Sommers hilft

Kummer und Sorgen leichter zu nehmen

 

Und mit einem tiefen Atemzug

Neue Kraft zu schöpfen für

Die kleinen und großen Probleme des Lebens

Im Sommer ist es schön

 

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Oliver Mohr / pixelio.de

 

Das Sein des Gläubigen

Der Gläubige ist wie

Ein Grashalm im Wind

So manches Mal neigt er

Sich zur einen Seite

Und so manches Mal zur anderen

Stets bemüht, wieder die Mitte zu finden

Und standhaft zu stehen –

Komme über ihn was wolle

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Chaos im Kopf

Die Erde dreht sich

Immer schneller und schneller

Im Leben jedes Menschen passiert so viel

Sonnenschein und Regen

Gewitter und Schnee

Wechseln sich stündlich ab

 

Ich haste – wie alle – von Ort zu Ort

Von Zeit zu Zeit

Kein neuer Tag ist zu weit

Kann mich kaum erholen

Verarbeite die Dinge fast nur im Traum

 

Sehe viele bunte Bilder

Die mir etwas sagen wollen

Ein kleiner Weg entsteht

Der mich aus dem Chaos im Kopf

Herausbringen soll

 

 

Wege des Lebens

Jeder Mensch geht seinen Weg

Jeder hat ein anderes Los zu tragen

Menschen treffen sich

Begleiten einander ein Stück

Doch irgendwann trennen sie sich

Schlagen einen anderen Weg ein

 

Manchmal kann’s passieren

Dass du für jemanden

Den du früher sehr gemocht hast

Nur ein Mensch bist

Den er oder sie mal gekannt hat

Wenn überhaupt du ihnen eine Erinnerung wert bist

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Ein Stück heile Welt

Auf einer bunten Blumenwiese

Am Dorfesrand

Tummeln sich allerhand

Schmetterlinge

Sie spielen Fangen

 

Blumen wachsen in leuchtenden Reigen

Und schmücken somit die Welt

Ein Fleckchen Erde

Das Frieden symbolisiert

Herrlich anzusehen

Einfach ein Stück heile Welt

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Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Herzensbrief

B.R.R.

Wie süß! Meine Tochter wollte mir eine Überraschung machen, ging zum Briefkasten, kam wieder und sagte, da liege etwas für mich drin.

Es war ein Brief von ihr für mich:

“Hallo Mama! Ich hab dich ganz doll lieb! Schöne Grüße Meriam!”

Dieser Herzensbrief ist mit diesen süßen vielen Rechtschreibfehlern garantiert angekommen! Ich liebe dich auch, meine Kleine!

 

Einer der schönsten Aussprüche unseres geliebten Propheten Muhammad, Frieden und Segen Allahs seien auf ihm

B.R.R.

Der Prophet (salla Allahu 3alaihi wa salam) sagte:

“Weisheit (Hekmah) ist mein Kapital ,
Verstand (Aql) der Grundsatz des Islams ,
Liebe zu Allah (Hubbullah) mein Fundament ,
Sehnsucht (Ijtiyaq) mein Reittier ,
Gottesgedenken (Zikirullah) mein Wegbegleiter ,
Vertrauen (Tawwakkul) auf Allah mein Schatz ,
Wissen (Ilm) meine Waffe ,
Geduld (Sabr) mein Gewand ,
Zufriedenheit (Ridha) meine Beute ,
Armut (Faqr) mein Stolz ,
Trauer mein Gefährte ,
Enthaltsamkeit (Zuhd) mein Handwerk ,
Gewißheit (Yaqin) meine Stärke ,
Wahrhaftigkeit (Sadiqah) mein Fürsprecher ,
Gehorsam (Khashiyyah) mein Lebensunterhalt ,
und mich bemühen meine Wesensart , aber meine Freude liegt im Gebet “

[Bucharyy, Ibn Majah, Imam Malik, Ahmad]

Wie wir feiern

B.R.R.

Die Nichtmuslime gehen in diesen Tagen vermehrt auf Faschingsbälle und -feste. Was machen wir Muslime? Sitzen wir traurig zu Hause rum und haben nichts zum Feiern?

Auf keinen Fall! Wir muslimischen Frauen mieten uns einmal im Monat irgendwo einen Raum. Jeder bringt etwas zu Essen und auch zu trinken mit. Es wird geredet, gelacht, getanzt, gegessen und getrunken. So vergessen wir mal unsere Alltagssorgen und tauchen in eine andere Welt ein.

Wir brauchen nämlich keinen Alkohol, um gut drauf zu sein. Uns reicht gutes Essen und schwarzer Tee.

Alhamdulillah und danke!

B.R.R.

Jetzt erst erkenne ich den Sinn hinter allem.

Wie sich alles entwickelt hat.

Es musste so kommen.

Es kam zwar anders, als ich dachte, aber das ist ja die Definition vom Leben – dass es immer anders kommt, als man denkt. Es war einfach der falsche Dominostein, der alles in Bewegung setzte, aber wichtig war, dass sich was bewegte. Und vor allem war es definitiv die richtige Zeit.

In der Not und schweren Zeiten erkennt man wahrhaftig seine Freunde und Wegbegleiter. Allen möchte ich von Herzen danken. Die, die ein offenes Ohr für mich haben, mir Mut zusprechen, mich nicht allein lassen wollen ….

Ohne euch ginge es nicht so einfach, auch wenn noch schwierige Zeiten kommen werden!

Alhamdulillah, Allah ist doch wahrhaft weise und der wahre Lenker!

Und, was nicht unbedingt ein Geheimrezept, aber sehr wirkungsvoll ist: sich und seinen Prinzipien immer treu zu bleiben – dann entwickelt sich fast alles von allein und man muss lediglich gelegentlich gegensteuern.

Yes …

B.R.R.

“Und plötzlich weißt du, es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.”

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Maren Beßler / pixelio.de

Bald ist wieder Woche der Waisen

 

B.R.R.

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Voller Freude habe ich die MHZ heute im Briefkasten vorgefunden. Da schon bald die Woche der Waisen beginnt, dreht sich in dieser Ausgabe alles um Waisenkinder. Da hat sich bei mulime helfen eine ganze Menge getan. Masha’Allah, das fünfte Waisenzentrum wurde fertiggestellt. In einem Waisenzentrum bekommen die Kinder alles, was sich zum Leben benötigen: Einen sicheren Schlafplatz, Nahrung, Kleidung, Betreuung sowie die Möglichkeit zum Lernen und Schulmaterial.

Es war zwar schon immer meine Einstellung gewesen – doch bei der Arbeit bei mh hat es sich noch verstärkt – immer auf das zu schauen, was bereits erreicht wurde und darauf aufzubauen. Man darf gar nicht auf den Gedanken kommen, ach das sei zuwenig, was an Hilfe geleistet wird. Das Elend in der Welt würde weiter fortbestehen. Dieser Ansatz ist sehr erfolgreich und bei mh gibt es für die Bedürftigen immer Hilfe, alhamdulillah.

Liebe Geschwister, macht nur weiter so!

 

 

 

 

Allahs Nähe oder wie ein aufrichtiges Gebet vieles leicht machen kann

B.R.R.

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Jeder Mu’min (Gläubiger) weiß, wie wichtig das rituelle Gebet ist. Dazu heißt es:

“Jeden Tag besondere Zeiten einzuhalten, an denen sie Gott nah sind, erinnert die Muslime daran, wie wichtig der Glaube ist und welche Rolle er in jedem Bereich des Lebens spielt.  Muslime beginnen ihren Tag, indem sie sich reinigen und dann im Gebet vor ihrem Herrn stehen.  Die Gebete bestehen aus Rezitationen aus dem Quran auf arabisch und einer Folge von Bewegungen: Stehen, Beugen, Niederwerfen und Sitzen.  Alle Rezitationen und Bewegungen sind Ausdruck der Unterwerfung, Demut und Huldigung Gottes.  Der verschiedenen Haltungen, die Muslime während ihrer Gebete annehmen, spiegeln ihre absolute Unterwürfigkeit wieder; die Worte erinnern sie an ihre Verpflichtungen Gott gegenüber.  Das Gebet ruft auch den Glauben an den Tag des Gerichts wieder wach und ebenso die Tatsache, dass man vor seinen Schöpfer treten und für sein gesamtes Leben Rechenschaft ablegen muss.  So beginnen Muslime ihren Tag.  Im Tagesverlauf ziehen sich die Muslime immer wieder für wenige Minuten von ihren weltlichen Angelegenheiten zurück und stehen vor Gott.  Dies vergegenwärtigt wieder einmal den wahren Sinn des Lebens. 

Diese Gebete dienen im gesamten Tagesverlauf als ständige Mahnung, die dem Gläubigen dabei hilft, im täglichen Stress der Arbeit, der Familie und den Ablenkungen des Lebens, sich Gottes Anwesenheit bewusst zu machen.  Das Gebet stärkt den Glauben, das Bewußtsein der Abhängigkeit von Gott und trägt in das tägliche Leben die Aussicht auf das Leben, das nach dem Tod kommen wird und auf den Tag des Weltengerichts.  Wenn sie sich zum Beten vorbereiten, richten die Muslime ihre Gesichter nach Mekka, zur heiligen Stadt, in der sich die Kaaba befindet (ein uralter Ort der Gottesanbetung, erbaut von dem Propheten Abraham und seinem Sohn Ismael)….” (Quelle: http://www.islamreligion.com/de/articles/9/)

Ich muss zugeben, in letzter Zeit hatte ich das Gebet mehr nur aus Pflichtgefühl verrichtet. Weil es eine der fünf Säulen ist. Aber innerlich war ich mit ganz anderen Dingen beschäftigt, die mein Leben in neue Bahnen lenken. Meine große Aufgabe war es, mich zu entscheiden, alles beim Alten zu belassen und es jeden Tag zu spüren oder neue Wege zu gehen, ein Risiko auf mich zu nehmen und etwas zu verbessern. Mal ehrlich, wie lange harre ich schon vor dieser Wegeskreuzung aus? Mein Entschluss stand und steht fest. Heut war einer dieser Tage, die zugleich erleichternd und unerträglich zugleich sind. Warum? Weil die Entscheidung richtig, aber auch sehr schwer und belastend war, weil ausgesprochene Worte so weh tun wie Eissplitter,  und ich nicht weiß, welche Konsequenzen ich durch diese Entscheidung noch bekommen werde.

Da gibt es nur Einen, der mir die unerträgliche Last, die ich mit mir herumtrage, abnehmen kann: der Erhabene Allah. Ich hatte das unendliche Bedürfnis, wieder so richtig im Zwiegespräch mit Allah zu sprechen, Ihm meine Sorgen anzuvertrauen, obgleich Er sie ja alle kennt. Aber in dem Fall ist es psychologisch wertvoll, die Dinge beim Namen zu nennen und auszusprechen und somit ehrlich zu sich selbst zu sein.

Dieses Gebet war so heilsam, so guttuend. Ich spürte Allahs Nähe und die Zuversicht, dass alles zu einem guten Ende kommt und sich die Jahre der Geduld ausbezahlen. Ich habe keine Angst vor der Zukunft, ganz egal, wie schwer es noch werden mag.

Kurz darauf bekam ich unerwartete Hilfe. Erst mal bedeutet das eine Sorge weniger und zweitens, was viel wichtiger ist, ich bin nicht allein. Es gibt Leute, die hinter mir stehen und mir den Rücken stärken.

Es ist unglaublich, was ein Gebet, verrichtet mit dem Herzen, bewirken kann. Es ist unglaublich, wie schnell sich dadurch neue Türen öffnen oder verzwickte Situationen weniger verzwickt werden. Schon deshalb sollten wir unsere Gebete sehr ernst nehmen.

Allah ist der Lenker und was Er bestimmt hat, passiert.

Das sagt alles

B.R.R.

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