Es gibt mal wieder Leseempfehlungen von mir

B.R.R.

Eigentlich wollte ich heute eine Menge erledigen. Unter anderem endlich die Protokolle von den Elternbeiratssitzungen vom November und vor einer Woche schreiben. Hatte ich mir jedenfalls für heute ganz dick in den Kalender geschrieben. Aber darauf hatte ich gar keine Lust. Dann wollte ich einen Artikel mit schwerem Inhalt schreiben. Das habe ich auch nicht geschafft.  Stattdessen hab ich jetzt zwei Stunden mit einer ganz ganz lieben Schwester telefoniert.

Selbst zum Lesen komme ich außer in der U-Bahn nicht mehr. Und damit wären wir beim heutigen Thema. Wer mich gut kennt, weiß, dass ich immer vier, fünf, manchmal auch sechs Bücher auf einmal lese. Im Augenblick sind es nur zwei:

und

Das erste Buch hab ich mir von der Arbeit ausgeliehen. Wie der Titel schon sagt, geht es darum, den passenden Job zu finden. Der Autor behauptet felsenfest, den passenden Job gibt es. Es liest sich wunderbar und der Autor erklärt, dass man jetzt umdenken muss, Jobs sehr kurzlebig sind usw. Er zeigt Lösungen an, wie man vorgehen muss bzw. kann. Zum Beispiel sollte man genau wissen, was man gern macht und in welchem Bereich man gern arbeiten würde. Dazu muss man sich aber mit seinem Leben auseinandersetzen. So eine Kompetenzerfassung habe ich zuletzt vor vier Jahren in meiner Jobfit-Weiterbildung gemacht. Ich muss das alte Zeug mal wieder herauskramen und vollständig überarbeiten. In vier Jahren hat sich echt eine Menge verändert.

Fakt ist, ich weiß schon mal, was ich arbeiten will. Ich weiß auch, dass die Stelle, die ich gerade habe, zu 100 % perfekt ist. Leider ist das nur vorübergehend. Darum muss ich langsam anfangen, mich damit wieder auseinanderzusezten. Vor einer Woche hatte ich Bewerbungscoaching und mein Lebenslauf sei gar nicht mal so schlecht, ich müsste alles  nur besser ins Licht stellen. Bescheidenheit ist da fehl am Platz. Ich kann ja wirklich eine ganze Menge.  Das weiß ich doch. Aber jedenfalls wird es langsam Zeit, an einem Plan zu arbeiten. Ich will ja dann nicht wieder einfach nur zu Hause sitzen. Jetzt, wo Meri einen Hortplatz hat, steht mir die Welt offen – naja, so ungefähr. Und das Buch ist wirklich ein guter Begleiter dafür.

“Die Söhne Abrahams” ist zwar nur ein Thriller, dennoch zeigt es die Wirklichkeit, in der die Menschen in Palästina und Israel leben und wer mit wem korrumpiert. Da geht es um Extremisten auf beiden Seiten, die ständig einfach so Menschenleben auslöschen. Die Welt steht kurz vor dem Weltfrieden, einer zwei-Staaten-Lösung. Plötzlich  wird ein Rabbi entführt, der natürlich nur für das Land Israel ist und der Doc der Abu-Bakr-Brigade hält dies  für völlig ausgeschlossen. Es folgen interessante Wortkriege, beide sind stur und unnachgiebig und doch stellen sie fest, dass sie vieles gemeinsam haben. Ob sie ihre Mauern in ihren Köpfen ändern können oder ob sich am Ende nichts ändert und die Aktion das Leben vieler Menschen kostet, bleibt abzuwarten. Da kann alles passieren.

Der Autor auf jeden Fall war mal ein Nahostexperte, der sich nichts sehnlicher als Ruhe für die dort lebenden Menschen wünscht. Auf beiden Seiten.

Das Buch ist auch sehr spannend, leicht zu lesen und am liebsten würde ich es erst aus den Händen legen, wenn ich auf der letzten Seite bin. Ich mag politische Thriller, in denen auf den ersten Blick alles so verworren ist.

PS: Ich habe nun die Ergebnisse meiner Prüfungen. Die, wo ich wusste, ich habe sehr gut abgeschnitten, habe ich mit 1,0 bestanden und die, wo ich zuerst dachte, die lief nicht so gut, habe ich als Beste mit 2,2 bestanden.

 

 

 

 

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