MIN HAYATI – AUS MEINEM LEBEN

Eine etwas andere muslimische Jugendzeitschrift

Februar 9, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Bismillahir Rahmanir Rahim

So, es wird an der Zeit, Muslim- The Next Generation vorzustellen.

Im Juni vergangenen Jahres gingen wir eifrig ans Werk. Wir, das sind einige deutsche Muslime, die eine Menge zu sagen haben und so eine muslimische Jugendzeitschrift herausbringen wollten. So unterschiedlich wie unsere Ansichten und Kulturen sind auch unsere Charaktere – dennoch sind wir ein tolles Team. Und die wichtigste Gemeinsamkeit ist unsere Religion, der Islam.

Wie es mit dem Islam in den Medien bestellt ist, weiss jeder. Unser Projekt ist die Visitenkarte dafür, dass es auch anders gehen kann und geht.

Jetzt ist es also so weit, dass die erste Ausgabe online erhältlich ist!

Ein tolles Ergebnis nach so viel harter Arbeit. Viele Stunden verbrachten wir in Online-Konferenzen, sammelten Ideen und diskutierten diese aus.

Naja, in den letzten Wochen war ich mehr mit anderen Dingen beschäftigt, dass ich den Anschluss verlor und gar nicht mehr genau wusste, was aktuell war und was nicht. Deshalb gebührt mir nicht so viel Lob wie den anderen.

Da ich jetzt eifrig versuche, meine Pflichten und die Dinge, die mir wichtig sind, gerecht aufzuteilen, dürfte es da nicht allzu schwierig sein, am Ball zu bleiben. Ich gelobe jedenfalls Besserung.

Alles Wichtige und weitere Links gibt es hier:  http://muslim-generation.de/.

Eine Bitte an alle:

Bitte schaut euch die Zeitschrift an, damit wir uns verbessern können. Wir freuen uns über jeden Kommentar, jedes Feedback und Unterstützung.

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Selbstgespräch zur Motivierung

Februar 9, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Bismillahir Rahmanir Rahim

Jetzt muss ich mir etwas von der Seele reden … Vor mir liegt eine Aufgabe, die heute unüberwindlich scheint.

Warum, frage ich mich?

Weil es eine Tätigkeit ist, die mir nicht besonders liegt.

Aha. Wer behauptet das? Du hast es noch gar nicht probiert.

Fassen wir mal ein paar Dinge zusammen:

- ich habe mich gut vorbereitet (kann aber durchaus noch ein wenig üben)

- ich weiss, dass ich zu dem stehe, was ich vermittle und von der ganzen Sache überzeugt bin

- dabei kann mir nichts Schlimmes passieren und ein “nein” ist kein Weltuntergang

Also, warum sollte es nicht klappen? Ich schaffe das schon. Hab schliesslich schon eine ganze Menge anderer Sachen geschafft.

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Das Internet machts möglich

Februar 5, 2010 · 1 Kommentar

Bismillahir Rahmanir Rahim

Zurzeit ist es so einfach geworden, Buchautoren die Meinung mitzuteilen. Das habe ich ja schon einmal getan und habe eine sehr schöne positive Antwort bekommen.

Jetzt habe ich einer arabischen Journalistin geschrieben, dass ich ihr Buch verschlungen habe und dass ich ihr überwiegend recht geben kann und sie viel Mut hat und so weiter machen soll. Ich erwartete nicht wirklich eine Antwort, aber zwei Tage später bekam ich sie. Sie freue sich über meine Worte, die ihr viel bedeuten und Mut machen. Ausserdem fügte sie noch hinzu, ich habe eine wunderbare Tochter.

Dank Facebook & Co ist es mittlerweile sehr einfach, Autoren die Meinung mitzuteilen. Früher musste man an den Verlag schreiben und selbst da war es nicht garantiert, ob der Autor die Nachricht bekam.

In dem Fall sei gesagt: Ein Hoch auf das Internet!

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Ein schönes Geschenk meines Mannes

Februar 5, 2010 · 3 Kommentare

Bismillahir Rahmanir Rahim

Es fällt mir noch ein wenig schwer, mich an die schwedische Tastatur zu gewöhnen. Hmm, schwedisch? Was hab denn ich mit Schweden zu tun? Das werde ich gleich erzählen.

An unserem Home PC ist eine englische und arabische Tastatur angeschlossen. Damit habe ich in der Zwischenzeit gelernt, umzugehen. Hab ich auch nicht so oft benutzt. Ich bevorzugte meinen Laptop. Naja, meiner ist zuviel gesagt. Gehört der Firma.

Jetzt hat mir meinen Mann, der immer an mich denkt, einen süssen kleinen rosafarbenen Laptop geschenkt. Dem kaufte er einer Bekannten ab, die diesen von ihrer Tante aus Schweden bekam.

Für unterwegs und die Internetnutzung ist das Ding ganz toll, aber nicht für professionelle Arbeiten. Dass das CD-Rom- bzw. DVD-Laufwerk fehlt, ist schon sehr nachteilig. Da greife ich doch lieber auf den anderen zurück.

Also hat wie immer alles seine Vor- und Nachteile.

Und dass mein Mann immer an mich denkt, ueberwiegt natürlich alles ;-) . Also, ein wirklich schönes Geschenk, mit dem ich gewiss meine Freude habe. Warum soll Meri immer alles bekommen?

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Hommage an die Frau und Mutter

Januar 31, 2010 · 2 Kommentare

Bismillahir Rahmanir Rahim

Ab und zu beobachte mich selbst ziemlich genau – nämlich dann, wenn ich meine, etwas verändern zu müssen. Die Veränderung soll mal nicht das Thema dieser Zeilen sein, sondern mir liegt am Herzen, was ich an mir bemerkte.

Seit einigen Tagen geht es Meri nicht so gut. Sie ist sehr erkältet. Alhamdulillah, so schlimm ist es nicht, aber sie ist jedenfalls nicht so fit, dass sie in den Kindergarten gehen kann. Ich finde es toll, mich um sie zu kümmern und ihr zu geben, was sie braucht und auch haben möchte. Das tue ich alhamdulillah sonst auch, aber wenn das Kind krank ist, ist es noch mal was anderes. Ich fühle mich da richtig glücklich, sie zu verwöhnen und gesund zu pflegen.

Genauso ist es, wenn es darum geht, die Wohnung sauberzuhalten. Denn es liegt in meiner Natur, in der Natur einer Frau. Das hat der Erhabene Allah so gemacht. Die Frau hat bei der Pflege und Erziehung der Kinder und der Arbeit im Haus meist mehr Geduld und weiß oft besser, wie sie strategisch vorgehen muss, um alles gut zu managen. (Vorausgesetzt, es handelt sich um eine “gesunde” Familie, ohne große traumatische Erlebnisse bzw. sind diese längst verarbeitet. )

Und ich bin sehr glücklich, wenn ich meine Aufgaben erfülle, gut erfülle und fühle dann eine große Zufriedenheit in mir. Weil ich gern eine Frau und Mutter bin. Aber – und das ist wohl das Wichtigste – ich bin es nicht nur. Ich habe alhamdulillah auch einen schönen Beruf, dem ich nachgehe, beschäftige mich in meiner Freizeit mit sehr vielen schönen Dingen. All das füllt mich aus – und es ist gut so, wie es ist. Ich liebe meine Familie sehr.

Ein süßer Engel, wenn sie schläft ;-) .

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Enttäuschtes Herz

Januar 24, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Bismillahir Rahmanir Rahim

Im Augenblick fühle ich mich traurig und enttäuscht. Ich habe mal wieder erlebt, dass ich an der Freundschaft und Aufrichtigkeit gewisser Leute zweifle. Es ist nicht so einfach, damit umzugehen. Diese Person lag mir sehr am Herzen.

Ich weiß, morgen wird es inshallah besser sein. Doch da ich heute ziemlich intensiv dieses Gefühl verspüre, ist es mir wichtig, auch so etwas festzuhalten.

Und falls jemand auf die Idee kommt, es möge sich um meinen Mann handeln, der irrt sich. Denn alhamdulillah zwischen uns ist alles in Ordnung.

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Aus einer Mücke wird immer ein Elefant

Januar 24, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Bismillahir Rahmanir Rahim

Ich habe ja bereits erwähnt, dass wir gelegentlich Zeitungsartikel und -ausschnitte von einem Bruder bekommen und bei so manchem habe ich mich sehr geärgert. Beim Durchschauen einiger Artikel fielen mir einige Leserbriefe aus der Frankfurter Rundschau auf. Da ging es um den Tod von Robert Enke und wie bedauernswert alle das fanden und wie sie trauerten. Nur ein einziger Mensch war der Meinung, dass um diesen Tod zuviel Theater gemacht wurde. Die wichtigen Dinge wären für die Bevölkerung unwichtig, so wie z.B. der schreckliche Tod von der Schwester Marwa, den ihr Mann und ihr Sohn unmittelbar mitangeschaut hatten. Wo war da die Anteilnahme der Mitbürger? Wo blieb da die große Trauer?

Also können wir sicher sein, dass bei unwichtigen Dingen immer aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird.

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Benötigt wird ein Islam mit Menschlichkeit

Januar 13, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Bismillahir Rahmanir Rahim

In der letzten Zeit brodelte es wieder in mir. Die Gedanken wurden inspiriert und gingen auf Reise. Verschiedene Artikel und Gespräche brachten die Anregung dazu. Selbstverständlich ging es um den Islam. Nun, um welchen eigentlich? Um den, den ich lebe – oder meine tunesische Nachbarin? Oder mein Mann? Sozusagen könnte ich jeden Menschen aufzählen, doch dazu reicht der Platz nicht aus und langweilig wäre es auch. Wer will schon eine endlose Namensliste lesen ;-) . Was ich damit ausdrücken will, ist also klar: Der Islam ist sehr vielfältig und komplex, nicht nur in Gebetsfragen – sondern in allen.

Letzten Samstag sah ich eine Dokumentation über junge Flüchtlinge aus Palästina, die im Libanon leben. Ich fand sehr interessant, welche Themen in den Gesprächen herrschten. Oft ging es um Politik. Aber da war auch ein junger Mann, der eine junge Frau liebt und diese heiraten möchte. Er ist Muslim, sie Christin. An sich ist das nicht Haram, steht ja auch im Koran. Aber dass er diesen Plan auch tatsächlich wahr macht, ist schwer anzunehmen. Denn die Realität schaut anders aus. Die Menschen arabischer Nationalität, die in ihren Ländern leben (ich spreche jetzt nur von denen), hängen mit dem Geist oftmals im Mittelalter. Sie haben sich nicht weiterentwickelt. Ihr Islam besteht nämlich fast nur aus Verboten und Besprafungen. Die Menschlichkeit fehlt. Mein Mann musste um meine Akzeptanz seitens der Familie und Freunde auch sehr kämpfen, denn deutsch bedeutet automatisch katholisch, auch wenn ich das nie in meinem Leben war.

Wenn meine Tochter mal ein Leben führen sollte, was mir nicht gefallen könnte, da sie das Recht auf eigene Entscheidungen hat, würde ich sie mit Sicherheit nicht verstoßen. Sie bleibt doch meine Tochter. Und ich hätte dadurch auch keinen schwächeren Glauben.

Es ist immer gefährlich, einfach ein Verbot aus einer Sache zu machen, auch wenn man gar keine Ahnung davon hat. Es gibt leider viele Leute, die sich dieser Tätigkeit bedienen. Das Gefährliche ist, dass die Menschen, die sich mit dem Islam beschäftigen und kein Vorwissen besitzen, diese Dinge glauben und nachplappern. Auch ich gehörte zu diesen Leuten. Ich hatte Angst, etwas falsch zu machen. So benutzte ich mein Gehirn nicht. Der Islam besteht aber nicht nur aus Verboten, schließlich wird Allahs Barmherzigkeit Seinen Zorn besiegen. Selbst denken ist angesagt. Denn eines ist klar: Meinen Bücherbestand werde ich genau unter die Lupe nehmen müssen. Das trifft auch auf viele Vorträge zu, die man anschauen und anhören kann. Es kann eine Inspiration sein, was ein Scheikh mitzuteilen hatte, der im Mittelalter lebte, aber zur heutigen Zeit wird er wohl nicht passen. Von den selbsternannten Scheikhs spreche ich schon mal gar nicht.

Es müssen einfach gewisse Aussagen revidiert und neu geprüft werden. Denn so, wie der Islam in den islamischen Ländern gelebt wird, ist er nicht. Aber wie es die positiven Richtlinien gibt, gibt es auch negative Aussagen und Verse. Ich weiß, im Kontext betrachtet ergeben sie einen anderen Sinn als wenn sie alleinstehend betrachtet würden. Und es steht einfach alles im Zusammenhang. Und einige Verse heben andere auf; was nicht immer zum Vorteil gereicht. Aber diese bestimmten Verse sind die wichtigsten, denn wir können nicht einfach die Augen vor ihnen schließen. Sie sind der Schlüssel für einen menschlichen Islam, für den es Zeit wird und die Zeit längst gekommen ist. Mein Glauben wird durch diese Gedanken nicht weniger oder unechter, falls das jemand behaupten möchte. Wenn man sich dafür entscheidet, ein Muslim zu sein, sollte man ein Muslim mit Herz, Kopf und Verstand sein. Und das führt zu einem menschlichen Islam, keinen, der hauptsächlich Verbote und Bestrafungen enthält.

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Alles Gute

Januar 12, 2010 · 2 Kommentare

Bismillahir Rahmanir Rahim

Privat geht es mir alhamdulillah gut. Bei meiner Familie ließ ich mich eine Woche lang verwöhnen. Doch nach zwei Wochen Urlaub freute ich mich sehnlichst wieder auf das geregelte Leben und die Arbeit.

Der 28.12.2009 war ein schöner Tag. Auch wenn es “nur” die standesamtliche Hochzeit war, bedeutete uns dies viel. Mein Mann und ich sehen einer positiven und hellen Zukunft mit viel Liebe entgegen. Ich danke allen, die an mich dachten und deren Glückwünsche mich erreichten.

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Vier Lichter

Januar 12, 2010 · 2 Kommentare

Bismillahir Rahmanir Rahim

Den folgenden Text bekam ich als Mail vor wenigen Minuten. Vielen Dank an den unbekannten Autor für die schönen und wichten Worte.

Vier Lichter

In einem dunklen Raum stehen vier Kerzen. Ein Kind betritt den Raum, zündet die vier Kerzen der Reihe nach an und erfreut sich an ihrem Glanz.

Die vier Kerzen brennen ein Weile, da fängt die erste an zu flackern und spricht: “Mein Name ist Ehre, die Menschen haben all ihre Ehre verloren” und erlischt.

Nach kurzer Zeit fängt die zweite Kerze an zu flackern und sagt: “Ich heiße Glaube, die Menschen haben keinen Glauben mehr”, und auch sie verliert ihr Licht.

Nun beginnt auch die dritte zu flackern und spricht: “Mein Name ist Frieden. Frieden gibt es heute nicht mehr” und sie geht aus.

Das kleine Kind fängt an zu weinen und ruft: “Aber ihr seid doch Kerzen und ihr sollt doch brennen!”
Da spricht aus der Stille des Raumes die vierte Kerze: “Ich heiße Hoffnung, solange ich noch brenne, kannst Du mit meinem Licht die anderen Kerzen wieder anzünden.”

Mit der vierten Kerze zündet das Kind die anderen drei Kerzen wieder an und verlässt den Raum.

Die Hoffnungslosigkeit ist bei vielen Menschen der Grund, warum sie den Weg des Islam nicht erneut aufnehmen, da sie der Meinung sind, sie hätten in ihrem Leben schon zu viele schlechte Dinge getan, als dass sie noch auf Vergebung hoffen könnten. Dabei ist es schon ein Verbrechen, wenn man an der Barmherzigkeit Allahs(swt) zweifelt! Denn seine Barmherzigkeit kennt keine Grenzen, ganz egal wieviele Sünden man begangen hat, mit entsprechend viel Barmherzigkeit kommt er demjenigen entgegen, der bereut und HOFFT.

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